Sonderkurse Wracktauchen und Denkmalgerechtes Tauchen

An zwei Tagen unter der Woche abends hatten wir Theorie Unterricht. So viele Informationen, die wir auf zwei Tage aufteilten. Denn an einem Abend kann man das alles nicht verarbeiten (schwerer Tobak), aber es hat allen sehr viel Spaß gemacht und wir haben gut mitgearbeitet. Danke an unsere Referenten Steffen und Hannelore.

 

Der erste Tauchtag fand in Hunsfels statt, einem ehemaliger Tage-Steinbruch, der jetzt als Tauchparadies dient. Nach der frühen Anfahrt in Fahrgemeinschaften haben wir uns in drei Tauchgruppen aufgeteilt, um die einzelnen Skills zu üben bzw. zu verfeinern. Aufgabe war es, die versenkten Wracks zu vermessen und Details aufzunehmen, sowie die eine oder andere Übungen an den Plattformen, wie „Auf der Stelle stehen bleiben“, unten durchtauchen, oder eine Leine im Rückwärtsgang verlegen. Klasse sind die angebrachten Spiegel unter Wasser – die Frisur sitzt!

 

Der zweite Tauchtag fand im Bodensee statt. Nach langer Anfahrt in Fahrgemeinschaften trafen wir uns früh morgens mit Matthias und Notker am Fähranleger in Konstanz. Unser Equipment am Steg des Jacht-Hafens ausladen, die Fahrzeuge auf den naheliegenden Parkplatz stellen, zügig ging auch die Verladung über einen langen Steg auf das Schiff der Buchenbergschule, die “Hörnle“. Um 9 Uhr hieß es dann „Leinen los“, wir fuhren ca. 1,5 Stunden an der Schweizerküste entlang bis Höhe Widenhorn. Dort soll etwa 800 m vom Land entfernt ein „Alter Lastensegler von 1875“ in 20 m Tiefe liegen. Erste Aufgabe war es, das Wrack mit Sonar zu suchen und daneben (nicht auf dem Wrack) eine Boje mit einem Grundgewicht zu setzen. Wir haben uns wieder in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe tauchte an der Bojenleine ab, legte eine Leine vom Anker in Richtung Wrack, so dass die anderen Gruppen es schneller finden. Während des Abtauchens durch die erste milchige Schicht kam die Sprungschicht, man musste das Wrack nicht mal suchen – so klar war die Sicht. Die anderen Buddyteams hatten die Aufgabe, das Wrack zu vermessen, die verschieden Anbauteile zu begutachten und zu skizzieren. Durch die Besiedlung der Quakamuschel sieht man leider nicht mehr so viel. Nach Tauchgängen und dem üblichen Nachbriefing ging es auch schon wieder zurück Richtung Hafen. Es war Schlecht und Sturm angesagt, da sollte man sich nicht auf dem Wasser verweilen. Die „Hörnle“ festgemacht, das Equipment von Bord – tatsächlich begann es zu regnen. Perfektes Timing! Viele Dank an Matze und Notker, die uns an ihrem fundierten Wissen über das Tauchen, Wracks und andere UW-Denkmale am Bodensee teilhaben ließen. Sie erzählten Wissenswertes über die damaligen Lastensegler und deren Bedeutung für den Bodensee und ermöglichten uns überhaupt erst diese Ausfahrt.

Auf der Rückfahrt bekam jeder von uns noch die Brevetierung ausgehändigt.

 

Ein sehr schönes und interessantes Seminar zum Wracktauchen und zum Denkmalgerechten Tauchen!

 

Tag 1 in Hunsfels:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2 am Bodensee:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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